One Day in Milan – Depeche Mode Pressekonferenz in Mailand 11.10.2016

Sie können wieder zusammen lachen: Andy Fletcher, Dave Gahan und Martin Gore Photo: OneEye-Photo.de

Sie können wieder zusammen lachen: Andy Fletcher, Dave Gahan und Martin Gore
Photo: OneEye-Photo.de

Ja, endlich ist es wieder soweit. Depeche Mode haben nach Mailand gerufen, und wir sind natürlich voller Erwartung angereist, um die großen Neuigkeiten zu erfahren. Neues Album? Neue Tour? Ja und ja! Mehr gab es eigentlich in Mailand auch nicht offiziell zu berichten. Aber alles schön der Reihe nach…

Wie bereits 2012 hat das Management von Depeche Mode es wieder auf die Beine gestellt, eine Pressekonferenz in großem Stil abzuhalten. Und jedes Jahr gibt es ein wenig Abwechslung. Aber in welchem Maße gibt es die Abwechslung? Das Ganze war 2012 – noch durch MUTE organisiert – sehr gut durchdacht. Alle konnten planen und alle waren glücklich in Paris. Dieses Mal war alles eher spontan. Natürlich wurden wieder Gästelistenplätze verlost. Aber das ganze lief in einem Zeitfenster ab, wo einem schon schwindelig werden konnte. Erst am Samstag vor der PK wurden die letzten Gewinner benachrichtigt, und es wurde von den Fans einiges abverlangt, wenn sie denn nach Mailand reisen wollten. Auch vor Ort in Mailand war es nicht so familiär wie in Paris mit Anne von MUTE, durch deren Hände alles damals ging.

Dieses Mal wurden von LiveNation, dem neuen Tourveranstalter, teilweise unprofessionelle Leute mit der Gewinnerbenachrichtigung beauftragt. In unserem Falle musste die Teilnahme an der PK erst durch mehrere Leute, die tiefer involviert waren, bestätigt werden. Kein wirklich guter Start, wenn man noch auf der Anreise überlegt, was passiert, wenn man doch nicht an der PK teilnehmen darf.

Aber es ist ja soweit alles gut gegangen. Depeche Mode waren in Mailand gut drauf, haben ihre Tourdaten bekannt gegeben und, im Gegensatz zu Paris, waren die Fans in der Location nicht die Verlierer, weil während der PK bereits der VVK für die Tour beginnt. Leider haben Depeche Mode dieses Mal nur ein paar aneinandergereihte Songschnipsel präsentiert, wo ich es mehr als vermessen finde, wenn jetzt jemand bereits beurteilen will, ob das kommende Album „Spirit“ besser oder schlechter als die letzten Platten sein könnte. Einziger Lichtblick war ein Ausschnitt aus einem Song, der wohl „Where is the Revolution“ heißen könnte. Kraftvoll, mit Dampf und mich ein wenig an „Wrong“ erinnernd.

Wann es die erste Single oder gar das Album geben wird, blieb weitestgehend im Dunkeln. Irgendwann im Frühjahr 2017 wird es wohl soweit sein, da die Tour bereits am 05.Mai 2017 in Stockholm starten wird. Wie uns Marek Lieberberg gegenüber äußerte, gab es um die Tourtermine einige organisatorische Probleme, da Dave Gahan wohl eine Pause zugunsten seiner Familie im Tourplan erbeten hat. So kommen wir aber in den Genuss, dass es tatsächlich mal wieder ein Konzert am Geburtstag Gahans geben wird. Was ja schon fast eine Sensation ist!

Natürlich wird Anton Corbijn wieder mit der Band arbeiten. Im November werden die Aufnahmen für die Backingvideos der Tour stattfinden, und Corbijn hat auch wieder das Sleevedesign der neuen Platte entworfen. Never change a winning Team halt.

Nach einer guten Dreiviertelstunde war der ganze Spuk dann auch wieder vorbei. Depeche Mode winkten nochmal in die Menge und entschwanden so wie sie gekommen waren. Plötzlich und lautlos. Was bleibt sind die güldenen Stiefel eines Dave Gahan, das immer noch sympathische Lachen eines Martin Gore und der Anblick eines wirklich gesünder wirkenden Andy Fletcher.

Sonst noch was? Nein, eigentlich nicht. Ich habe noch nie eine Pressekonferenz erlebt, wo die Fragen der Presse und der Fans noch uninspirierter sein könnten. Selbst die Frage nach Alan Wilder wurde wieder einmal gestellt und der ganze Saal inklusive der Band war sichtlich angenervt von der Frage. „Ich habe den Anfang Ihrer Frage schon wieder vergessen“ scherzt dann auch Dave Gahan und beantwortet die zweiteilige Frage mit einem simplen „Yes No“, zur Freude aller.

Es war trotzdem ein großer Spaß, an der PK teilzunehmen, weil sich viele bekannte Gesichter wiedergesehen hatten. Aber das ist ja ebenso wie damals in Paris das besondere Bonbon, wenn man so zusammenkommt.

Für mich war es die zweite Erfahrung, für diese Band so einen Trip zu unternehmen und ich bereue es nicht. So viele Impressionen innerhalb von 24 Stunden mit lieben Menschen zu erleben ist etwas, das man in Erinnerung behält. Und dafür sind solche Tage ja schließlich da.

 

 

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