The Mission 30th Anniversary Tour, Markthalle Hamburg 21.10.2016

 

themission_hh-30-von-41Ich muss zugeben, ich war jetzt doch überrascht, wie voll ich die Hamburger Markthalle an diesem Freitagabend vorgefunden habe. The Mission ziehen immer noch die Leute an, auch wenn das Durchschnittsalter langsam ansteigt, wie bei vielen anderen Bands meines Interesses auch. Kann ja auch mit meinem fortschreitenden Alter zusammenhängen.

Anyway, die Markthalle war schon sehr früh sehr gut gefüllt, so dass die Vorband „The Awakening“ ein breites Publikum zu beschallen hatte. Und das haben sie wirklich gut gemacht. Der Frontmann war für mich von der Stimme her sehr an Vile Valo (HIM) angelehnt. Die Bühne extrem düster und in Nebel gehüllt, drücken sie ihren Gothrock sehr kraftvoll in die Ohren. Die Show war recht unterhaltsam, und so wurden die fünf auch nicht nur mit mäßigem Applaus belohnt. Leider war für ihren acht Alben umfassenden Backkatalog das Set viel zu kurz. Ich hätte gern noch mehr von ihnen gesehen und gehört.

Pünktlich wie ein Uhrwerk war dann um 21.00Uhr die Bühne frei für The Mission. Nach einem langen klassischen Intro kam die Band dann auf die Bühne, um den Abend mit „Beyond The Pale“ zu eröffnen. Wayne Hussey, in khakifarbener Militärjacke mit Sonnenbrille, sah verdammt gut aus und schien mir auch sehr gut drauf gewesen zu sein. Er interagierte mit seinen Bandkollegen und hielt auch sehr viel Blickkontakt zum Publikum. Meinen Respekt dafür, dass er auch einige Fans namentlich begrüßt hat. Passiert mit Sicherheit auch nicht so häufig. Aber er ist ein wirklich sympathischer Kerl, der sich und seinem Publikum einen tollen Abend bescheren sollte.

Musikalisch gingen The Mission auf eine Zeitreise durch mittlerweile dreißig Jahre Bandgeschichte. Es fehlte für mich fast nichts in der gut gemischten Setlist. Das neue Album „Another Fall From Grace“ stand nicht so im Mittelpunkt an diesem Abend. Erst als vierter Song wurde mit „Tyranny Of Secrets“ das erste aktuelle Stück in die Setlist geworfen.

Bereits als zwölftes Stück spielten The Mission mit „Wasteland“ eines ihrer wohl bekanntesten Stücke. Und Hamburg feiert. Mit Konfettiregen und ausgestreckten Armen fühlte sich wohl jeder im Saal an frühere bessere Zeiten erinnert. Eine Reaktion, die ich so nicht erwartet hatte. Direkt danach verabschiedeten sich Wayne Hussey und seine Band dann bereits von der Bühne. Für mich deutlich zu früh. Okay, zu dem Zeitpunkt habe ich nicht damit gerechnet, dass sie für ganze acht (!) Zugaben nochmal zurückkommen würden. Der Höhepunkt war dann natürlich „Deliverance“ welches noch lange, als die Band schon von der Bühne ging, skandiert wurde.

Es war eine Zeitreise, in der fast jeder im Saal seine eigenen Erinnerungen wieder aufleben ließ. The Mission haben Hamburg gerockt bis das Wasser von der Decke tropfte, und für mich war es ein Genuss zu sehen, wie viel Spielfreude die Band auf die Bühne gebracht hat.

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